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Gastroskopie

Magenspiegelung

Sie wollen eine Spiegelung (Endoskopie) von Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm durchführen lassen. In der medizinischen Fachsprache wird diese Untersuchung als "Gastroskopie" bezeichnet. Dabei werden mit einem sehr beweglichen, mit Kunststoff ummantelten Glasfaser- oder Videoinstrument, dem sogenannten Endoskop, die Innenwände des oberen Speisetraktes betrachtet. Diese Instrumente haben heute nur noch einen Durch-messer von etwa 1 cm oder weniger und können von außen sehr gut gesteuert und leicht durch die Speiseröhre in den Magen-Darm-Trakt eingeführt werden.

Mit Hilfe der "Magenspiegelung" sollen unter anderem Ursachen für Schmerzen und Druckgefühl im Bauchraum, für Schluckbeschwerden, Sodbrennen, Übelkeit und Brechreiz oder Blutungsquellen gefunden werden. Ziel ist es, Erkrankungen der Speiseröhre, des Magens oder des Zwölffingerdarmes rechtzeitig zu erkennen. Auch feingewebliche Veränderungen der Magenschleimhaut, die mit dem bloßen Auge nicht sichtbar sind, können nachgewiesen werden, indem Gewebeproben, die kleiner als ein Streichholzkopf sind, mit einer Minizange aus der Magenschleimhaut entnommen werden. Dies ist, wie die gesamte Untersuchung, nicht schmerzhaft!

Die Gewebeuntersuchungen sind dann besonders wichtig, wenn es um die Entscheidung geht, ob "nur" ein gutartiges Geschwür des Magens, ein sogenanntes Ulcus ventriculi, oder aber eine seltene bösartige Erkrankung vorliegt. Vor allem aber auch zum Nachweis der Infektion des Magens oder Zwölffingerdarms mit dem Keim "Helicobacter pylori" ist eine Gewebeentnahme erforderlich. Wie bei allen Erkrankungen gilt auch hier: je früher eine Veränderung entdeckt wird, um so besser und schneller ist sie zu behandeln.

 

Ablauf der Magenspiegelung

Sie müssen nüchtern sein, das heißt: Sie dürfen etwa 8 Stunden vor der Spiegelung nichts mehr essen und trinken. Sollten Sie regelmäßig Medikamente einnehmen, können Sie dies aber in der Regel einige Stunden vor der Untersuchung mit etwas Flüssigkeit tun. Lediglich Acetylsalicylsäure (ASS, Aspirin) sollte eine Woche vor der Untersuchung nicht eingenommen werden. Meistens wird Ihnen vor der Gastroskopie noch eine Flüssigkeit zu trinken gegeben, die verhindern soll, daß bei der Untersuchung die Sicht des Endoskops störende Luftblasen entstehen. Um Ihnen einen eventuell auftretenden Würgereiz beim Einführen des Instruments zu nehmen, wird Ihr Rachen häufig vorher mit einem Spray örtlich betäubt. Dann sollten Sie etwa 1-2 Stunden nach der Untersuchung nichts essen und trinken, weil Sie sich sonst leichter "verschlucken" könnten. In der Regel wird Ihnen kurz vor der Untersuchung ein "Beruhigungsmittel" gespritzt, so daß Sie die Untersuchung kaum noch wahrnehmen. Allerdings dürfen Sie nach dieser "Beruhigungsspritze" 24 Stunden kein Kraftfahrzeug fahren oder Maschinen führen. Deshalb sollten Sie sich in der Regel von jemandem zur Untersuchung begleiten lassen, der Sie hinterher sicher nach Hause bringt.

Bei der Untersuchung selbst liegen Sie bequem auf Ihrer linken Seite. Damit das empfindliche Instrument nicht versehentlich durch Ihre Zähne beschädigt wird, werden Sie gebeten, locker auf einen Plastikring zu beißen. Durch diesen Ring wird das flexible Endoskop in den Mund-Rachenraum vorgeschoben. Die Finger des Untersuchers "schienen" und decken hier anfangs das Endoskop so ab, daß Sie so wenig wie möglich gereizt werden. Sie müssen normalerweise nur einmal nach Aufforderung schlucken, dann gleitet das Gerät durch die Speiseröhre in den Magen.
Die Untersuchung ist in der Regel nicht schmerzhaft. Vielleicht spüren Sie dabei einen geringen Druck. Er entsteht auch dadurch, daß durch das Gerät etwas Luft in den Magen eingeblasen wird. Ihr Magen wird hierdurch leicht aufgebläht, um alle Abschnitte auf diese Weise gut betrachten zu können. Die Spiegelung dauert meist nur wenige Minuten.

 

Mögliche Komplikationen

Endoskopische Untersuchungstechniken sind in der Medizin weltweit verbreitet und werden seit vielen Jahren millionenfach sicher durchgeführt. Trotzdem muß ich Sie auf die sehr seltenen Komplikationen hinweisen:

Nach Gewebeentnahmen oder dem Abtragen von Schleimhautwucherungen, sogenannten Polypen, kann es selten zu Blutungen kommen. Meist hören diese von selbst auf, so daß noch seltener Blutübertragungen oder Operationen erforderlich sind. Auch Verletzungen der Wand von Speiseröhre, Magen oder Dünndarm sind heute eine absolute Rarität. Ausgeprägte Überempfindlichkeitsreaktionen auf die Rachenbetäubung oder Zwischenfälle in Bezug auf das Herz-Kreislauf- und Atmungssystem sind sehr selten. In extrem seltenen Fällen sind schwerwiegende Reaktionen auf gewisse Beruhigungsmittel berichtet worden (z.B. Atemstillstand). Die heutigen Endoskopieeinrichtungen sind allerdings mit den nötigen "Gegenmitteln" und Notfalleinrichtungen ausgestattet, so daß solche Zwischenfälle entsprechend behandelt werden können.

Mit Hilfe der Magenspiegelung können wir viel über die Ursache Ihrer Beschwerden herausfinden. Der diagnostische Gewinn der darausfolgenden Behandlungsmöglichkeiten ist weitaus größer als das Risiko der Untersuchung selbst. Gerne nennen wir Ihnen Ärzte, die diese Untersuchung durchführen.


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