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Intima-Media-Dicke

Halsgefäße

Die Wand der nicht sehr tief liegenden Halsgefäße lässt sich in ihrer Struktur ultrasonographisch, d.h. mit einer Schallfrequenz von 10 MHz, gut darstellen. Die Intima-Media-Dicke (IMD) gilt als repräsentatives Maß für die frühe Gefäßatherosklerose - nicht nur in den hirnversorgenden Arterien. In epidemiologischen Studien waren auf Basis der IMD Voraussagen über die Gefährdung durch kardiovaskuläre Ereignisse möglich.

In der Sonographie der Halsgefäße stellt sich die Gefäßwand in mehreren Schichten dar. Von innen nach außen folgt auf das echoarme Lumen als erstes eine schmale echoreiche Schicht, dann eine breitere echoarme Schicht und danach wieder eine breite echoreiche Struktur. Dabei handelt es sich um Grenzzonenreflexionen, die an Grenzzonen mit unterschiedlichem Schallwiderstand entstehen. Die erste echoreiche Schicht entspricht der Lumen-Intima-Grenzschicht, die zweite der Media-Adventitia-Grenzschicht. Die Intima-Media-Dicke (IMD) ist die Distanz zwischen diesen beiden echoreichen Schichten. Anhand der mit hochauflösendem Ultraschall darstellbaren Intima-Media-Dicke in der Gefäßwand der Arteria carotis communis lässt sich gut beurteilen, wie hoch das Risiko für künftige cardiovaskuläre Ereignisse ist.

Eine in der medizinischen Fachzeitschrift "Circulation" veröffentlichte Metaanalyse bestätigte die prädiktive Wertigkeit der IMD (Circulation 115, 2007, 495). In diese Analyse flossen acht Studien ein, in denen bei insgesamt 37.197 Personen im mittleren Zeitraum von 5,5 Jahren das Auftreten von cardiovaskulären Ereignissen in Abhängigkeit von der IMD untersucht worden war. Ergebnis: Mit jeder Zunahme der Carotis-IMD um 0,1 mm erhöhte sich das Herzinfarkt-Risiko um zehn bis 15 Prozent und das Schlaganfall-Risiko um 13 bis 18 Prozent.

Dies bestätigt die Eignung der IMD als Endpunkt bei der Prüfung anti-atherosklerotischer Effekte von Medikamenten. Der Nutzen der IMD-Messung liegt aber vor allem in der Primär-Prävention. Hier lassen sich mit dieser Methode Risikogruppen gut erkennen. Die Messung der Intima-Media-Dicke ist schnell, einfach und schmerzfrei durch den erfahrenen Arzt durchführbar. Sie bedarf keiner speziellen Vor- und/oder Nachbereitung.

Das Verfahren sollte bei Verdacht auf Arterienverkalkung eingesetzt werden. Frühzeichen einer subklinischen Atherosklerose ist eine Zunahme der Intima-Media-Dicke, insbesondere wenn die 75%-Perzentile (>0,8 mm) als statistisches Maß überschritten wird.

Die Untersuchung sollte bei folgenden Gesundheitsrisiken bzw. Erkrankungen erfolgen:
Adipositas (Übergewicht), Rauchen, Fettstoffwechselstörung, Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Herzrhythmusstörungen (Vorhofflimmern), Koronarer Herzkrankheit (KHK), Herzinfarkt, Schlaganfall.


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