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TENS

Transcutane Elektrische Nerven-Stimulation

Unter dem Begriff Elektrotherapie ist in der modernen Medizin die Anwendung elektrischer Ströme als Heilmittel gegen bestimmte Krankheiten zu verstehen. Bemerkenswert dabei ist, daß die Elektrotherapie älter als die Kneippsche "Wassermedizin" ja sogar älter als die Homöopathie ist. Die ersten Behandlungen mit elektrischen Strömen datieren um die erste Hälfte des 18. Jahrhunderts, also noch bevor im Laufe des 19. Jahrhunderts die physikalischen Gesetzmäßigkeiten, die dem elektrischen Strom zugrunde liegen , erarbeitet wurden.

Die transcutane (durch die Haut) elektrische Nerven-Stimulation TENS ist eine Elektrotherapie, mit der eine Blockierung der Schmerzübertragung in den Nervenbahnen durch andauernde Depolarisation (Reizung) mit niederfrequenten (2-8 Hz) bis hochfrequenten (95-200 Hz) Reizströmen unterschiedlicher Impulsbreite (30-260 µsec) und Impulshöhe (0-100 mA) erzielt wird. Die schmerzhemmende Wirkung setzt abhängig von der Frequenz nach 5 bis 20 Minuten ein. Darüber hinaus kann nach Beendigung der Therapie ein Nachlassen von Muskelverspannungen eintreten. Die Stimulationsdauer sollte 20 bis 30 Minuten betragen.

Der schmerzlindernde Effekt dieser Therapieform wird erreicht, indem an bestimmte, dem Krankheitsbild entsprechende Stellen des Körpers Elektroden angelegt und durch diese ein elektrischer Wechselstrom geleitet wird. Der Strom setzt sich zwischen den Elektroden durch den Körper fort und erreicht auf seinem Weg die schmerzleitenden Nervenbahnen. Unter dem Einfluß des elektrischen Wechselstromes wird die von einem Krankheitsherd oder einer Verletzung ausgehende Schmerzinformation in den Nervenfasern blockiert und somit die Schmerzweiterleitung zum Gehirn unterbrochen. Durch Verändern der Frequenz des Wechselstromes kann eine schnell einsetzende oder aber eine lang nachwirkende Schmerzlinderung erreicht werden. Der Patient empfindet die Nervenstimulation als Kribbeln oder Vibrationen; die Muskeln können und dürfen durchaus auch zu leichten Kontraktionen (Zusammenziehen) unter den jeweiligen Elektroden angeregt werden.

Diese Therapieform bietet sich als nebenwirkungsfreie Alternative oder ergänzende Maßnahme zur medikamentösen Therapie bei vielfältigen Schmerzzuständen wie Migräne, Wirbelsäulen-Erkrankungen, Neuralgien (Nervenschmerzen) und posttraumatischen Schmerzzuständen (Schmerzen nach Verletzungen) an. Lediglich Patienten mit einem Herzschrittmacher oder Herzrhythmusstörungen (unregelmäßigem Herzschlag) sollten TENS nicht anwenden. Eine auftretende Mehrdurchblutung der Haut ist unbedenklich. Die kompakte Bauweise und einfache Bedienung moderner TENS-Geräte erlaubt eine Mitnahme des Gerätes durch den Patienten und seine regelmäßige, selbständige Anwendung zu Hause.


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